Neue Präsidentin für FDP-Regionalpartei

Bei den Liberalen Wil-Untertoggenburg kommt es zu einem Wechsel an der Spitze: Susanna Hofmann aus Zuzwil übernimmt das Präsidium von Franz Mächler aus Wil. Unterstützt wird sie von jungen Vorstandsmitgliedern.

PHILIPP HAAG

WIL. Für seine letzten gesprochenen Worte als Präsident der FDP-Regionalpartei Wil-Untertoggenburg wählte Franz Mächler einen Ort des gedruckten Wortes: die Buchhandlung adhoc an der Oberen Bahnhofstrasse in Wil. Wie in etlichen der ihn umgebenden Werke standen bei Mächler am Donnerstagabend die Zeichen auf Abschied.

Nach zehn Jahren als Mitglied der regionalen Parteileitung und drei Jahren als Präsident gab Mächler den Rücktritt. Das härter werdende wirtschaftliche Umfeld, besonders in der Baubranche, «der stetig grösser werdende administrative Aufwand» und sein Lehrauftrag an der Berufsschule zwängen ihn, sein berufliches Engagement auszubauen, sagte Mächler. «Ausserdem habe ich mich entschieden, im nächsten Frühling nochmals für den Kantonsrat zu kandidieren», begründete Mächler sein Ausscheiden. Zu seiner Nachfolgerin wählten die Mitglieder Vizepräsidentin Susanna Hofmann (Zuzwil). Sie gehört seit dem Jahr 2012 dem Parteileitungsausschuss an und arbeitet in einem 50-Prozent-Pensum auf dem Sekretariat der FDP Kanton St. Gallen.

Richtung: Vorwärts

Susanna Hofmann würdigte Mächlers Wirken. Die Parteileitung habe stark von seinen Impulsen profitiert. Gleichzeitig gab sie die Richtung für ihre Präsidialzeit vor: «Vorwärts.» Ihr ist es ein Anliegen, die Beziehung zu den Ortsparteien und den Kontakt zur Basis zu pflegen. «Dabei werde ich auch die Ortsparteien in die Pflicht nehmen.» Ausserdem sieht sie die Regionalpartei als Vermittlerinstanz zwischen den Ortsparteien und der Kantonalpartei. Unterstützt wird Susanna Hofmann in ihrer Vorwärtsstrategie von einem tatkräftigen Vorstand. Mit dem 34jährigen Marc Flückiger (Unternehmer, Wiler Stadtparlamentarier) und der 1986 geborenen Studentin und Sachbearbeiterin Aileen Gämperle (Wil) wählten die Mitglieder zwei Nachwuchskräfte in die Parteileitung. Im gesetzteren Alter ist Paul Stengel aus Oberuzwil, der ebenfalls neu in den Regionalvorstand eintritt. Der Heilpädagoge war bereits von 2008 bis 2013 im Ausschuss. Die drei ersetzen Brigitte Gubler und Caroline Derungs sowie René Bruderer, der im vergangenen Herbst zum Laienrichter am Kreisgericht Wil gewählt worden war.

Wahlen bestimmen Agenda

Die Kreisgerichtswahlen gehörten denn auch für die FDP Wil-Toggenburg zu den wichtigsten Ereignissen im vergangenen Jahr, wie Mächler festhielt. Auch in diesem Jahr bestimmen Wahlen die Agenda der Regionalpartei: die National- und Ständeratswahlen im Herbst. Dasselbe gilt für das nächste Jahr. Dann stehen die Wahlen ins Kantonsparlament an.