Es ist unbestritten, dass Raumtemperaturen einen grossen Einfluss auf die Lernumgebung haben. Innenraumtemperaturen sind zweifelsohne ein entscheidendes Qualitätsmerkmal: Nicht erst heute, aber besonders auch künftig mit häufigeren Hitzeperioden. Hohe Temperaturen belasten Schüler:innen und Lehrpersonen und beeinträchtigen Konzentration, Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Trotzdem haben die Departemente BUV (Stadtrat Manuel Nick) und TBW (Stadtrat Andi Breitenmoser) für die Schulen in Rossrüti über Jahre ein Heizsystem entwickelt und Mittels Bericht und Antrag durch das Parlament gebracht, das keinen aktiven Beitrag zu einer kühleren Lernumgebung leisten kann. Dies im Gegensatz zu einer Wärmepumpe mit Erdsonden, die eine solche Kühlwirkung praktisch kostenlos hätte ermöglichen können. In den Voten im Parlament wie auch im Bericht und Antrag spielte das Thema Kühlung keine Rolle; es wurde von betroffenen Stadträten und ihren Fraktionen, trotz Einwand der FDP, nicht einmal erwähnt. Damit bleibt offen, ob der Stadtrat insgesamt eine belastbare Strategie gegen überhitzte Schulräume hat und ob diese zeitnah und konsequent umgesetzt wird. Vor diesem Hintergrund und mit der Tatsache, dass betroffene Klassenzimmer in Hitzeperioden teilweise deutlich erhöhte Raumtemperaturen aufweisen, bitte ich den Stadtrat um Beantwortung folgender Fragen:
- Projekt Rossrüti als Beispiel
Bei den Schulen in Rossrüti wurde jüngst eine Lösung zur Wärmeerzeugung beschlossen, die keinen aktiven Beitrag zur Kühlung der Schulräume leisten kann. Obschon das Problem en Departementen hätte bekannt sein müssen.- Wie beurteilt der Stadtrat vor diesem Hintergrund das Projekt Rossrüti in Bezug auf die heute bereits bestehenden und zukünftig zunehmenden Sommerüberhitzungen in Schulzimmern?
- Welche ergänzenden Massnahmen sind konkret vorgesehen, damit Rossrüti trotz der gewählten Lösung eine gute thermische Lernumgebung bieten kann?
- Temperaturdaten und Heat-Map der Klassenzimmer
Verfügt der Stadtrat über belastbare und vergleichbare Messdaten zu Raumtemperaturen in benutzten Klassenzimmern (insbesondere in den Nachmittagsstunden) aus verschiedenen Wiler Schulhäusern? Falls ja:- In welchen Schulhäusern werden diese Temperaturen systematisch erhoben?
- Wie lassen sich die gemessenen Temperaturen in Form einer „Heat-Map“ darstellen (z.B. je Gebäude, Geschoss, Orientierung), und wie hoch sind die Spitzenwerte in Hitzeperioden?
- Welche Grenz- bzw. Zielwerte für Raumtemperaturen betrachtet der Stadtrat als angemessen für eine gute Lernumgebung?
- Konkreter Handlungsbedarf und Zeitplan
Auf Basis der vorhandenen oder noch zu erhebenden Daten:- In welchen Schulhäusern und Gebäudeteilen sieht der Stadtrat kurzfristig Handlungsbedarf zur Reduktion überhöhter Raumtemperaturen?
- Welche baulichen, technischen, vegetativen oder betrieblichen Massnahmen (z.B. Verschattung, Lüftung, aktive/passive Kühlung, Oberflächenanpassungen) sind wo vorgesehen?
- Wie sieht der Zeitplan aus, damit diese Massnahmen nicht nur langfristig, sondern auch in den kommenden Jahren wirksam werden?
Besten Dank für die Beantwortung dieser Fragen und dafür, dass Transparenz zur thermischen Qualität der Wiler Schulen und zur Strategie für eine zukunftsfähige, lernfreundliche Raumtemperaturgestaltung geschaffen wird.
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