Zukunft der Volksschule im Dialog

Die FDP Wil diskutierte am Dienstagabend mit Fachpersonen und Interessierten über die Totalrevision des St. Galler Volksschulgesetzes. Im Zentrum standen flexible Schulzyklen, Zeugnisse und Sonderpädagogik – sowie die Frage, wie die Volksschule individueller und zugleich chancengerecht gestaltet werden kann.

Die FDP Wil lud am Dienstagabend (26. Mai 2026) zur öffentlichen Podiumsdiskussion zur Totalrevision des St.Galler Volksschulgesetzes in die MiniAula der Primarschule Lindenhof ein. Zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die geplanten Änderungen in der Volksschule zu informieren und mitzudiskutieren. Auf dem Podium diskutierten Andreas Kummer (Amt für Volksschule), Urs Fell (Schulleiterverband), Patrick Keller (Präsident KLV), Jigme Shitsetsang (Vorsteher Departement Bildung und Sport Wil) sowie Sonja Büchel (PHSG) unter der Moderation von Sabine Plank-Sigg, Vizepräsidentin der FDP Kanton St.Gallen.

Im Zentrum der Diskussion standen insbesondere die geplante Flexibilisierung der Schulzyklen, die zukünftige Gestaltung der Zeugnisse sowie Fragen rund um die Sonderpädagogik. Die Teilnehmenden betonten die Bedeutung einer Volksschule, die stärker auf individuelle Lernwege eingehen kann und gleichzeitig klare Grundkompetenzen vermittelt. Kontrovers diskutiert wurde die Frage, wie viel Flexibilität Schülerinnen und Schülern beim Durchlaufen der Zyklen ermöglicht werden soll und welche Auswirkungen dies auf die Chancengleichheit hat. Ebenfalls thematisiert wurden die Aussagekraft von Noten und alternativen Beurteilungsformen im Zeugnis. Im Bereich der Sonderpädagogik wurde insbesondere über die Belastung der Lehrpersonen, die Ressourcenfrage sowie die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen gesprochen. Einigkeit bestand darin, dass die Volksschule gute Rahmenbedingungen für Lehrpersonen und Lernende schaffen müsse.

Beim anschliessenden Apéro wurde die Diskussion in persönlichen Gesprächen vertieft